Jubiläum – 25 Jahre Seniorenarbeit

Am 04.12.2010 – hatten wir unsere Jubiläumsfeier
„25 Jahre Seniorenarbeit“ unserer Ortsgruppe

Die Festhalle in Mägerkingen hatte sich am Samstag Nachmittag fast ganz Platz gefüllt. Kein Wunder, feierte doch die Seniorengruppe der Ortsgruppe ihr 25-jähriges Bestehen.

Rund 300 Mitglieder sind derzeit bei der Ortsgruppe Mägerkingen-Hausen-Mariaberg aktiv. „Etwa die Hälfte davon sind Senioren“, brachte es Karlheinz Gutbrod in einer kleinen Rückschau auf den Punkt. Bereits vor 40 Jahren habe sich die Altersstruktur in diese Richtung entwickelt. „Die damaligen Verantwortlichen der Ortsgruppe hatten bemerkt, dass viele Vereinsmitglieder aus gesundheitlichen Gründen oder einfach wegen des Alters die üblichen Angebote, also vor allem auch Wanderungen, nicht mehr mitmachen konnten“, blickte der Ehrenvorsitzende zurück.

Also musste ein neues Konzept her, um die älteren Mitglieder nicht zu verlieren. 1972 wurde deshalb zum ersten Mal eine Dreitagesfahrt angeboten, die in den Bayerischen Wald führte. „Diese Ausfahrt fand einen riesigen Zuspruch“, erzählte Gutbrod. Nachdem dieses Interesse nicht nach ließ, gründeten Richard Gräther und Hermann Hipp den „Kreis der älteren“. Die beiden verstanden es, auch ältere Menschen, die mit ihrer Landwirtschaft tief verbunden waren, einmal im Monat zu Albvereinsunternehmungen zu bringen. „Eine Fahrt in die Wilhelma war für viele die erste Fahrt mit einem Bus überhaupt“, schmunzelte Gutbrod. Inzwischen seien solche Ausflugsfahrten zu Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung oder die Mehrtagesfahrten für Senioren nicht mehr aus dem Jahresprogramm wegzudenken, schloss Gutbrod und machte gleich auf die 40. Fahrt im nächsten Jahr in den Spreewald aufmerksam.

„25 Jahre sind eine relativ lange Zeit, aber wenn man zurückblickt dann doch wieder eher eine kurze Zeit“, begrüßte Werner Dreher die Gäste. In vier Gruppen engagierten sich die Mitglieder der seit 117 Jahren bestehenden Ortsgruppe, führte der Vorsitzende auf. Neben dem Hauptverein stünden noch die Brauchtumsgruppe, der „Treff 60“ und der Seniorentreff im Angebot. Nur durch diese unterschiedlichen Gruppen könnten auch die vielen Veranstaltungen überhaupt bewältigt werden, sagte Dreher.

Doris Sautter stellte fest, dass die Mägerkinger Ortsgruppe einer der ersten überhaupt war, die aktive Seniorenarbeit leistete. „Sie waren Pioniere auf diesem Gebiet“, zollte die stellvertretende Vorsitzende des Lichtenstein-Gaus Anerkennung und sagte gleichzeitig Danke dafür, dass den älteren Mitgliedern altersgerechte Angebote unterbreitet würden. Als „absolutes Novum“ bezeichnete Bürgermeister Friedrich Bisinger die Gründung der Seniorengruppe in einer Zeit, in der Seniorenarbeit noch nicht im Mittelpunkt einer Vereinsarbeit gestanden habe. „Sie haben frühzeitig erkannt, dass gerade Senioren mit ihrem vielfältigen Wissen entsprechende Beachtung finden müssen“, lobte er. Trotzdem ginge es bei den Seniorentreffs nicht nur darum, in Erinnerungen zu schwelgen, sondern auch noch etwas aktiv zu unternehmen. „Die Resonanz auf diese Angebote zeigt, dass die Ortsgruppe den richtigen Weg geht“, lobte Bisinger. Dass die Ortsgruppe dabei nicht nur im Vereinsleben etliches geleistet hat, sondern auch „Heimatkunde betrieben hat“, und dabei nie um finanzielle Unterstützung angefragt hätte, erwähnte das Stadtoberhaupt noch besonders. Weil so viel Betriebsamkeit Anerkennung brauche, verriet Bisinger ein kleines Geheimnis. „Am Donnerstag erhalten Sie aus der Kreissparkassen-Stiftung Dienst am älteren Menschen für dieses jahrelange Engagement einen Preis“.

Danach konnten die Gäste dann gemeinsam feiern und die von Pressewart Erich Link in all den Jahren geschossenen Bilder bewundern. Berthold Biesinger vom Theater Lindenhof versetzte die Gesellschaft augenzwinkernd in die 50er Jahre und Arnold Schuler sorgte mit seinem Akkordeon für musikalische Unterhaltung.